Die Nationalgalerie feiert 222 Jahre seit ihrer Gründung

Die Nationalgalerie feiert 222 Jahre seit ihrer Gründung

Genau am 5. Februar 2018 werden 222 Jahre seit der Gründung der Nationalgalerie in Prag vergangen sein. Da noch das 100-jährige Jubiläum der Entstehung der Tschechoslowakei hinzukommt, wird einem schnell klar, dass 2018 ein ganz besonderes Jahr in der Nationalgalerie sein wird.

Das Programm der Nationalgalerie in Prag wird im Jahr 2018 zwei Schwerpunkte haben und gleichzeitig an das bisherige erfolgreiche Ausstellungsprogramm anknüpfen, das der modernen und zeitgenössischen Kunst gewidmet ist. Wenn Sie die Nationalgalerie am Wochenende vom 3. und 4. Februar besuchen, können Sie sich alle Ausstellungen kostenlos ansehen. Für Kinder, Jugendliche bis 18 Jahre und Studenten bis 26 Jahre ist der Eintritt während des gesamten Schuljahres frei.

Neuheiten im Jahr 2018

Das Ausstellungsprogramm beginnt traditionell mit dem im Februar stattfindenden Grand Opening im Messepalast (tsch. Veletržní palác). Der weitläufige Innenhof wird sich dank der Installation „Wunderbild“ von der deutschen Künstlerin Katharina Grosse, die dieses Werk eigens für Prag konzipiert hat, in eine Phantasielandschaft verwandeln. Gleichzeitig können Sie sich die Retrospektive der österreichischen Künstlerin Marie Lassnig (15.02. – 17.06.2018), einer der originellsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts, ansehen.

Im Kinsky-Palast am Altstädter Ring sollten Sie sich im Herbst die Ausstellung Tschechische Künstler in der Bretagne (1850 – 1950) (tsch. Čeští umělci v Bretani (1850 – 1950)) nicht entgehen lassen, im Rahmen welcher das Schaffen von tschechischen Künstlern präsentiert wird, die ihre Werke in der Bretagne unter dem Einfluss bedeutender Persönlichkeiten der französischen Kunst geschaffen haben. Von November 2018 bis März 2019 werden Werke von Antonín Chittussi, Jan Zrzavý, Josef Čapek oder Toyen zusammen mit den Werken von Paul Gauguin und Paul Sérusier ausgestellt.

Den Schwerpunkt des Herbstprogramms bildet die umfassende Retrospektive des weltweit bedeutenden tschechischen Malers und Grafikers František Kupka in der Wallenstein-Reithalle (tsch. Valdštejnská jízdárna) (07.09.2018 – 20.01.2019). Im Rahmen der Ausstellung wird Kupkas Werk in seiner Gesamtbreite präsentiert, von seinen frühen Arbeiten aus den 1890er Jahren bis zu abstrakten Werken aus den 1950er Jahren. Dank der Zusammenarbeit mit einem französischen Partner ist es gelungen, eine einzigartige Sammlung zusammenzustellen, die im Frühjahr 2018 im Prager Grand Palais, in leicht veränderter Form im Herbst 2018 in der Nationalgalerie in Prag und dann im Frühjahr 2019 im Ateneum Art Museum in Helsinki zu sehen sein wird.

Den Hradschiner Platz (tsch. Hradčanské náměstí) werden Werke der modernen Kunst beleben. Im Salm-Palast können Sie sich ab Juni den ersten Teil der berühmten internationalen Sammlung der Stiftung Thyssen-Bornemisza Art Contemporary von Francesca von Habsburg ansehen.
 

Neue ausgestellte Sammlungen

Im Zuge des 100-jährigen Jubiläums der Entstehung der Tschechoslowakei  am 28.10. und des 50. Gedenktags der Besetzung der Tschechoslowakei im August 1968 werden im Messepalast (tsch. Veletržní palást) feierlich zwei Stockwerke mit neu ausgestellten Sammlungen eröffnet.

Das Ausstellungsprojekt namens Erste Republik (tsch. První republika) im dritten Stock des Messepalastes wird Sammlungen präsentieren.  Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt im Bereich der Kunst ab der Gründung der Ersten Republik bis zum Jahr 1938, wobei deren Bestandteil auch die berühmte französische Sammlung sein wird, die zu großen Teilen vom tschechoslowakischen Staat nur fünf Jahre nach seiner Gründung erworben wurde. Die Ausstellung wird sich nicht nur auf Werke der bildenden Kunst beschränken, sondern wird fachübergreifend sein und weitere kulturelle und künstlerische Schaffensbereiche aus der Zeit der Ersten Republik, wie literarisches Schaffen, Design und angewandtes Grafikdesign, präsentieren.

Im zweiten Stock des Messepalastes wird eine weitere Ausstellung die Entwicklung der Kunst ab dem Kriegsende bis zur Gegenwart (1945 –1989) vorstellen.
 
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