Wir wünschen alles Gute den Denkmälern in der Tschechischen Republik

Wir wünschen alles Gute den Denkmälern in der Tschechischen Republik

18. April ist Internationaler Tag der Monumente und Denkmäler.

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Auf der ganzen Welt haben alle Monumente und Denkmäler Ihren Tag und somit feiern auch die tschechischen. Zu finden sind sie auf der Liste des UNESCO-Welterbes, unter den nationalen Kulturdenkmälern der Tschechischen Republik oder gehören einfach zu beliebten Denkmälern. Die Tschechische Republik hat viele zu bieten... Wir haben die beliebtesten, schönsten und auch die geheimnisvollsten ausgewählt.

Die Beliebtesten

Die Prager Burg ist bei Touristen traditionell am beliebtesten. Neben zahlreichen Führungen z.B. im Alten Königspalast, dem majestätischen St. Veitsdom, der malerischen Goldgasse oder der wertvollen Bildergalerie, schätzen die Touristen auch den herrlichen Blick auf Prag oder einen Spaziergang im romantischen und ruhigen Schlossgarten oder im Park, durch den ein Pfad bis zum Aussichtsturm Petřín hinaufführt. Auf der Prager Burg und in ihrer Umgebung kann man mindestens einen Tag verbringen, sie ist nämlich die größte Burganlage der ganzen Welt.

Touristen kommen jedoch auch in andere Regionen der Tschechischen Republik. In Südböhmen ist traditionell das romantische Renaissanceschloss in Český Krumlov/Krumau gemeinsam inmitten der märchenhaften Stadt sehr beliebt.

Die ehrwürdige Burg Loket/Elbogen in Westböhmen ist ein beliebtes touristisches Ziel , wo man mittelalterliche Foltermethoden und natürlich die Geschichte der Burg kennenlernen kann. Interessant ist, dass die Burg auch als Hausarrest für den künftigen König von Böhmen und römischen Kaiser Karl IV. diente.

Die Ältesten

Die älteste Burg in der Tschechischen Republik ist Přimda/Pfraumberg nahe der Grenze zu Deutschland. Sie wurde bereits im Jahr 1121 gebaut, angeblich deshalb, damit hier ein niederträchtiger Markgraf die junge kaiserliche Tochter Helena verstecken kann. Der Legende nach war der einzige Zugang zur Burg ein Baumwipfelpfad. Ob dies wahr ist, werden wir nie mehr erfahren, heute ist die Burg  ganz problemlos zugänglich.

Als die Prager Burg erst eine Siedlung war, stand in Mělník/Melnick, am Zusammenfluss von Labe/Elbe und Vltava/Moldau, bereits eine befestigte Burg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach bis in seine heutige Form eines Renaissance-Barockschlosses umgebaut. Karl IV. hat aus der Burg unter seiner Regierung eine Mitgift böhmischer Königinnen gemacht.

Zu den ältesten Burgen gehören auch Křivoklát/Pürglitz, Blatná oder die Burg Český Šternberk/Böhmisch Sternberg, die in seiner Blütezeit der kostspieligste Bau in den böhmischen Ländern war.

Die Schönsten

Schönheit ist Geschmackssache und so kann es schon vorkommen, dass jemand Baudenkmäler für schöner hält, die in der Rangliste nach der Besucherzahl weniger interessant erscheinen. Bei Touristen, romantischen Seelen, aber auch bei Filmemachern ist die Burg Bouzov/Busau in Mähren sehr beliebt.

Eine einzigartige Gegend, die für die am weiträumigsten komponierte Landschaft Europas gehalten wird und die für gewöhnlich von Radtouristik- und Weinfans aufgesucht wird, ist die Kulturlandschaft Lednice-Valtice in Südmähren, die bereits seit 20 Jahren auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.

Wenn Sie nach Südböhmen fahren, lockt wiederum das märchenhafte Schloss Hluboká nad Vltavou/ Frauenberg, das wegen des großen Touristeninteresses das ganze Jahr über geöffnet ist.

Die Malerischsten

Falls Sie zu solchen Personen zählen, die anstelle von majestätischen Burgen eher den Zauber malerischer Details bewundern, so schätzen Sie vielleicht den Charme des kleinen Dorfes Holašovice/Hollschowitz in Südböhmen. Es befindet sich nicht weit vom bereits erwähnten Český Krumlov/Krumau und somit können Sie die beiden Ausflüge verbinden. Holašovice ist ein perfekt erhaltenes, typisch böhmisches Dorf auf der UNESCO-Liste; dank seiner gemütlichen Atmosphäre fühlt sich man hier wie zu Hause.

Malerisch ist auch ein kleines Schloss in der Nähe der Třeboňer/Wittingauer Teichwirtschaftsregion. Das Schloss Červená Lhota/Rothlhotta fesselt die Aufmerksamkeit der Besucher nicht durch seine Größe oder seines pompösen Aussehens, sein hochroter Putz nimmt sich jedoch sehr gut als Spiegelung jenes  Teiches aus, inmitten dessen das Schloss steht. Und was könnte noch schöner sein, als mit einem Boot zum Schloss zu kommen?

Malerisch sind auch die Häuser im größten und ältesten Freilichtmuseum Mitteleuropas, das in Rožnov pod Radhoštěm/Rosenau unter dem Radhoscht/Radhoscht liegt. Zu sehen sind hier eine hölzerne Stadt, in der man erfahren kann, wie das Leben in einer kleinen Stadt war, ein Walachisches Dorf, in dem man den Alltag in einem Dorf erleben kann, sowie ein Mühlental mit wasserbetriebenen funktionsfähigen Anlagen, wie z.B. ausser einer Mühle auch eine Walkmaschine oder ein Sägewerk.

Die Geheimnisvollsten

In der Tschechischen Republik gibt es auch Denkmäler, zu denen sich nur Todesmutige begeben sollten, die keine Angst vor der Hölle, Geistern oder Skeletten haben.

Eines dieser geheimnisvollen Denkmäler ist die Burg Houska/Hauska nördlich von Prag – niemand weiß, wer sie gebaut hat und warum – die Burg steht nämlich an einem Ort, wo keine Grenze oder Handelsweg durchgeführt hat und es somit nichts zu schützen gab. Eine Besonderheit ist jedenfalls ein Fels, der die ganze Burg durchdringt. Unter der Burg befindet sich angeblich die Höllenpforte, die von einem grauenhaften Mönch bewacht sein soll, und da ihn, sowie die Pforte noch niemand gefunden hat, versuchen es alle und suchen in der Burgkapelle sowie im Brunnen – wo werden Sie stöbern?

Nach geisterhaften Erscheinungen muss man in der St. Georg Kirche in Luková nicht suchen, es ist eher sehr schwierig diese zu verfehlen. Gipsgeister stehen am Eingang oder sitzen in den Bänken und locken die Besucher in die Kirche, anstatt diese abzuschrecken. Wo sonst können Sie ein Selfie mit einem Geist ohne Gesicht machen?

Ein weiterer Ort nur für die Mutigen ist ein Denkmal in der Nähe von Prag – in Sedlec u Kutné Hory/Sedletz bei Kuttenberg befinden sich Gewölbe, die mit schrecklichen Dekorationen verziert sind. Sie bestehen nämlich aus menschlichen Knochen. Das Beinhaus entstand aus den Überresten von Menschen, die z. B. während Epidemien gestorben sind. Der Anblick der Leuchter, Pyramiden oder Schilder aus Knochen ist definitiv nicht jedermanns Sache.