Škoda Auto: Von Fahrrädern zum weltberühmten Automobilhersteller

Škoda Auto: Von Fahrrädern zum weltberühmten Automobilhersteller

Im Jahr 1899 nahm das Werk Laurin & Klement die Herstellung von Motorrädern der Marke Slavia auf und wurde so zur ersten Motorradfabrik in Österreich-Ungarn und Deutschland.

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Die Aktiengesellschaft Škoda Auto a.s. ist heute nicht nur der größte tschechische Automobilhersteller, sondern auch der größte tschechische Exporteur und einer der größten tschechischen Arbeitgeber. Fahrzeuge der Marke Škoda können Sie heute nicht nur in Europa, sondern auch in Asien, Afrika, Südamerika und Australien kaufen. Mit ihrer mehr als 120-jährigen Herstellungstradition zählt Škoda zu einer der ältesten Automobilmarken der Welt – und am Beginn dieser Erfolgsgeschichte standen die beiden Radfahrer Václav Laurin und Václav Klement.

Fahrräder, Motorräder und Autos

Die lange Geschichte des größten tschechischen Automobilherstellers begann am Dienstag, dem 17. Dezember 1895, als die beiden begeisterten Radfahrer – der Mechaniker Václav Laurin und der Buchhändler Václav Klement – in Mladá Boleslav ein kleines Unternehmen für die Herstellung von Fahrrädern gründeten. Sie nannten es Laurin & Klement. Bereits vier Jahre später nahmen sie die Herstellung von Motorrädern der Marke Slavia auf und wurden so zur ersten Motorradfabrik in Österreich-Ungarn und Deutschland. Im Jahr 1905 ging das erste Automobilmodell Voiturette A in die Produktion, das zum Verkaufsschlager wurde und die Fabrik an die Spitze der Automobilindustrie katapultierte. Nach dem Ersten Weltkrieg trugen Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und zum Beispiel auch Flugzeugmotoren den Markennamen Laurin & Klement.

Emil Škoda übernimmt das Ruder

Im Jahr 1925 holte sich die renommierte Fabrik einen starken Investitionspartner an Bord, den Pilsner Maschinenbaukonzern Škoda. Beide Gründer verkauften ihre Anteile und übergaben das Ruder an Emil Škoda. Dank Škodas Geldspritze wurde die Fabrik in Mladá Boleslav saniert und die Fließbandproduktion eingeführt. In Laufe weniger Jahre stieg der Automobilhersteller im Bereich des Absatzes zur Nummer Eins auf und Ende 1936 war Škoda eine moderne Automobilfabrik, die Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Omnibusse und Oberleitungsbusse herstellte. Nach dem Krieg wurde das Maschinenbauimperium von Škoda verstaatlicht und in einzelne Sparten aufgeteilt. Die heutigen Giganten Škoda Transportation, die immer noch in Pilsen ihren Sitz hat, und Škoda Auto, deren Sitz Sie in Mladá Boleslav ca. 50 km nordöstlich von Prag finden, entstanden durch die Abspaltung von der Škoda Fabrik.

Geschichte mit Benzingeruch

Im April 1991 erlebte Škoda eine weitere wichtige Verschmelzung – diesmal mit dem deutschen Giganten Volkswagen. Drei Jahre später feierte man das einmillionste hergestellte Automobil. In den ehemaligen Produktionshallen in Mladá Boleslav, wo bis 1928 Automobile hergestellt wurden, siedelt heute das Škoda Auto Museum. Dieses präsentiert die ganze Geschichte hinter dieser Marke sowie die Geschichte des Automobilherstellers, und Sie können sich aus nächster Nähe die einzigartigen historischen Modelle ansehen. Das Museum ist ganzjährig und täglich geöffnet und bietet Führungen in mehreren Fremdsprachen an, die jedoch im Voraus reserviert werden müssen. Ein Erlebnis sind auch die Führungen durch die Produktionsbetriebe, wo Sie die Herstellung eines Automobils in den verschiedenen Phasen des Herstellungsprozesses mitverfolgen können. Diese werden jedoch nur an Werktagen von Montag bis Freitag angeboten.