Nachgestellte Schlacht bei Austerlitz

Nachgestellte Schlacht bei Austerlitz

Ein unvergessliches Erlebnis nicht nur für Fans von Militärgeschichte!

Nachgestellte Schlacht bei Austerlitz
Die blutigste und gleichzeitig bekannteste Schlacht auf tschechischem Boden ereignete sich am 2. Dezember 1805 bei Austerlitz (heute Slavkov) in Südmähren als Napoleon der österreichisch-russischen Armee eine Niederlage bescherte. Da der Schlacht persönlich der französische Kaiser Napoleon I., der russische Zar Alexander I. und der österreichische Kaiser Franz I. beiwohnten, spricht man von der sogenannten „Drei-Kaiser-Schlacht“. Und genau diese Schlacht wird jedes Jahr von mehreren militärgeschichtlichen Vereinen nachgestellt. Das Event, das der Napoleonischen Kriege in Mitteleuropa gedenkt, findet auf dem historischen Schlachtfeld bei Austerlitz von 1. - 5. Dezember statt. Möchten auch Sie sich 216 Jahre in der Geschichte zurückversetzen lassen? Dann kommen Sie doch persönlich vorbei!

Die Drei-Kaiser-Schlacht in geschichtlichen Zusammenhängen

Anfang Dezember 1805 standen sich vereinte österreichisch-russischen Truppen und die Armee des französischen Kaisers Napoleon I. gegenüber. Dem berühmtesten Sieg Napoleons ging jedoch ein erfolgreicher Feldzug zuvor, der innerhalb von nur zwei Monaten die österreichische Armee in Bayern zur Kapitulation zwang und deren restliche Bataillons, die sich mit russischen Truppen verbündeten, durch das heutige Niederösterreich bis zur mährischen Stadt Olmütz drängte. Die Österreicher und Russen hofften auf die zahlenmäßige Überzahl und den Vorteil des heimischen Gebietes. In der Schlacht kamen Kanonen, Kavallerie, Marschbataillons und alle damals verfügbaren Militärressourcen zum Einsatz. Die österreichisch-russischen Truppen wurden jedoch fast komplett umzingelt und mussten schließlich kapitulieren. Nur ein kleiner Teil von ihnen konnte über die Dämme zugefrorener Teiche flüchten. Die vereinten Truppen haben dadurch an ihrer Kampfkraft verloren und traten in Richtung Südmähren und die heutige Slowakei und Ungarn ihren Rückzug an. Am sechsten Dezember wurde im Schloss Austerlitz der Waffenstillstand unterzeichnet, dem der sog. Pratzeberger Friedensvertrag folgte, der für Österreich spürbare Gebietsverluste bedeutete. Die Schlacht bei Austerlitz gehört nicht nur zu den berühmtesten Schlachten der Geschichte sondern wurde auch von Napoleon als die erfolgreichste Schlacht seiner Karriere bezeichnet. Traurige Bilanz war der Tod von rund 60 000 Soldaten - Ehemännern, Vätern, Söhnen und Großvätern. Die Schlacht gehört deshalb zu den blutigsten, die auf tschechischem Landesgebiet je ausgetragen wurden.

Gedenken der Schlacht im Jahr 2021

Im heurigen Jahr gedenken wir des 216. Jahrestags dieses historischen Ereignisses. Zu den Highlights des Besucherprogramms gehört die eineinhalb Stunden dauernde Nachstellung der Schlacht unterhalb des Santon-Hügels bei der Gemeinde Tvarožná in der Nähe von Brünn. Die nachgestellte Schlacht mit rund 1 000 Soldaten in historischen Uniformen, 60 Pferden und 20 Kanonen beginnt am 4. Dezember um 14:00 Uhr. Einen Tag später wird am Grabhügel des Friedens, wo die schwersten Kämpfe der Drei-Kaiser-Schlacht stattgefunden haben, der gefallenen Soldaten gedacht. Diese Gedenkfeier beginnt um punkt 12:00 Uhr. Wenn Sie am ganzen Programm teilnehmen möchten, dann können Sie am 1. Dezember ab 16:00 Uhr der Gedenkfeier in Kučerov und am 3. Dezember der Gedenkfeier mit dem Anzünden von Feuern in Žuráň beiwohnen. Wobei im Rahmen dieser Feiern weder Napoleon noch sein Sieg gefeiert und schon gar nicht der Krieg verherrlicht werden sollen. Die internationalen politischen und kriegerischen Ereignisse, die zu ihrer Zeit auf grundlegende Weise die Geschichte Europas beeinflusst und noch lange Zeit danach gespalten haben, wurden viele Jahre später zum Anlass für die Zusammenkunft von Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Diese Veranstaltungen setzen sich zum Ziel, der Gefallenen zu gedenken und die gemeinsame europäische Geschichte zu entdecken.

Die besten Ausflugstipps in der Umgebung

Südmähren bietet unzählige Besucherhighlights. Auch wenn Sie anreisen, um bei der Nachstellung der Schlacht dabei zu sein, wäre es schade, sich keine Auszeit zu nehmen und körperlich sowie geistig neue Energie zu tanken. Auf Ihren Reisen ist Brünn, die mährische Metropole mit ihrer berühmten Kaffeehauskultur, ein Muss. In der zweitgrößten Stadt der Tschechischen Republik ist alles andere als Langeweile angesagt. Und weitere Ausflugstipps? Wenn Sie gerne Wandern mit Weinkultur verbinden, dann haben wir genau das Richtige für Sie, denn Wein und Südmähren sind fast schon Synonyme. Wählen können Sie aus Top-Weinbaubetrieben, die mit ihren Erzeugnissen auch renommierte Michelin-Restaurants in New York und Tokio beliefern. Und das Angebot an Sightseeing in Städte? Wie wäre es beispielsweise mit Znaim oder Mikulov, den Juwelen unter den historischen Städten Südmährens. Oder lassen Sie sich doch lieber für Badespaß begeistern? Südmähren bietet nämlich auch diese Art von Freizeitunterhaltung! Im Aqualand Moravia in Pasohlávky unterhalb der Pollauer Berge erwarten Sie Wasserattraktionen mit extra Portion Nervenkitzel, Thermalbecken und ein top-ausgestatteter Wellnessbereich. Sie brauche nur das Passende für Sie zu wählen und in die Welt der Entspannung einzutauchen.