Ganz Mähren war jahrhundertelang die Hochburg der Textilindustrie. Die Stoffe und Textilprodukte wurden in die ganze Welt exportiert.
Einer der bis heute bedeutendsten Betriebsstandorte ist Nový Jičín im Mährisch-Schlesischen Landkreis. Seit dem 17. Jahrhundert widmeten sich die Einheimischen dem Hutmacherhandwerk. Nachdem die Handwerkerfamilie Hückel von Bayern in die Stadt gezogen war, widmete sie sich der Herstellung eines breiten Sortiments an Damen- und Herrenhüten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Hutmacherfirmen jedoch verstaatlicht und zusammengeschlossen. Der so entstandene Betrieb TONAK stellt bis heute Modeaccessoires her.
 
Im ersten Stock des Besucherzentrums auf dem Masaryk-Platz ist ein Museum, wo Sie alles zur Geschichte der Hutherstellung in Nový Jičín erfahren und individuell Ihren eigenen Hut gestalten können. Dasselbe Gebäude beherbergt eine Dauerausstellung über den österreichischen General Laudon, der in Nový Jičín starb. Seine Reiterstatue aus dem 3D-Drucker ist mit ihren fast vier Metern Höhe nicht zu übersehen. Das Kunstwerk ist im Tschechischen Buch der Rekorde eingetragen.