Wassersport

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Entdecken Sie die Flüsse Jizera und Ploučnice

Besuchen Sie zusammen mit uns die beiden nordböhmischen Flüsse Jizera und Ploučnice, die sich ihren Weg durch malerische Naturlandschaft bahnen und bei Wassersportlern und Anglern gleichermaßen beliebt sind.

Fluss Jizera (dt. Iser)

Die Iser entspringt im Isergebirge und bildet die natürliche Grenze zwischen der Tschechischen Republik und Polen. Der Fluss verbindet das Riesengebirge, Isergebirge und das Böhmische Paradies und bildet die Achse dieses Gebietes. Die Iser gehört zu den saubersten Flüssen des Landes mit reichen Fischvorkommen, was sie zum beliebten Fluss von Anglern macht. Am Ober- und Mittellauf kommen die Bachforelle und die Europäische Äsche vor. Die Iser bietet auch Bademöglichkeiten für diejenigen, die naturnahe Gewässer bevorzugen und sich nicht von kühleren Wassertemperaturen nicht abschrecken lassen.
Die Iser hat viele Gesichter und den Charakter eines Bergflusses, weshalb sie ein beliebtes Ziel für Wassersportler aller Leistungsklassen ist. Der Oberlauf erreicht den höchsten Wildwasser-Schwierigkeitsgrad WW VI (Grenze der Befahrbarkeit), der für wenig geübte Wassersportler lebensgefährlich ist. Die Iser-Klamm ab dem Zusammenfluss mit dem Mumlava-Fluss bis nach Horní Sytová wird im Frühling zum Paradies für Wildwasser- und Rafting-Fans. Weiter in Richtung Semily wird der Flusslauf ruhiger. Erfahrene Wassersportler schätzen den schönen Abschnitt Semily, Bítouchov – Podspálov, der vom bekannten Rieger-Pfad gesäumt wird. Der nächste anspruchsvolle, jedoch auch romantische Abschnitt führt durch eine Klamm mit großen Felsen mit Schwierigkeitsgrad WW II-III bei niedrigem Wasserstand bzw. WW IV bei hohem Wasserstand. Am Oberlauf fließt die Iser durch Waldgebiet, das später in Wiesenlandschaft mit Weiden und sandigen Tümpeln am Ufer übergeht, in denen sich Forellen wärmen. Einer der beliebtesten Abschnitte bei Freizeit-Wassersportlern liebt zwischen Malá Skála und Turnov. Die Strömung ist zunächst kräftig (WW I), verlangsamt sich dann in der Aulandschaft ab der Stadt Turnov, um erst vor der Einmündung in die Elbe unterhalb von Benátky nad Jizerou wieder schneller zu werden. Der einzige Nachteil ist die Vielzahl von Wehren, die nicht durchfahren werden können.  
 
Die beliebtesten Abschnitte bei Wassersportlern
Jablonec nad Jizerou – Semily: 26,5 km, Schwierigkeitsgrad: WW II-I. Mindestwasserstand ist 55 cm und 15 m3 laut Pegel in Jablonec nad Jizerou. Ab Jablonec kann die Iser auch von Anfängern in Gummibooten befahren werden. Ab Dolní Sytová ist das Befahren mit Kanus möglich. 

Semily (Bítouchov) – Podspálov: 3,5 km, Schwierigkeitsgrad: WW II-III (bei hohem Pegel bis WW IV). Befahrbar im Frühling oder nach Regenfällen. Nur für geübte Wassersportler! Die Befahrbarkeit dieses Abschnitts hängt vom Wasserkraftwerk Spálov ab, der dem Fluss bei Vollbetrieb 12 m3 Wasser abführt. Ausschlaggebend ist der Pegel in Dolní Sytová. Der Mindestwert beträgt für Gummikanus 25 m3 und für Rafts 30 m3

Podspálov - Turnov: 20,9  km, Schwierigkeitsgrad: WW I - ZWC. Die Iser ist ab Podspálov ganzjährig befahrbar, Voraussetzung ist min. 140 cm Wasserstand in Železný Brod. Unterwegs kommen Sie an mehreren kleinen Wasserkraftwerken vorbei, die insbesondere in den Sommermonaten dem Fluss viel Wasser entnehmen. Von der Wasserfläche aus eröffnen sich Ihnen wunderschöne Fernblicke. 

Turnov - Svijany: 10 km, Schwierigkeitsgrad: ZWC - ZWA. Gehören Sie zu wenig geübten Wassersportlern? Dann ist der Abschnitt wie für Sie gemacht. Dieser Abschnitt der Iser wird kaum von Wassersportlern genutzt, obwohl er praktisch ganzjährig befahren werden kann. Der Strom ist nicht stark und es erwartet Sie nur ein einziges unpassierbares Wehr in Přepeře. Die Bootsfahrt endet in der Nähe der Brauerei und des Schlosses in Svijany. 

Svijany – Mnichovo Hradiště: 14 km, Schwierigkeitsgrad: ZWB - ZWA. Dieser Abschnitt ist sowohl für ungeübte Wassersportler als auch Familien mit Kindern geeignet. Der Fluss windet sich langsam durch flache Landschaft.

Fluss Ploučnice

Wenn in Ihnen die Seele eines Abenteurers schlummert und Sie idyllische, von Menschenhand kaum berührte Naturlandschaft entdecken möchten, dann ist der Fluss Ploučnice die perfekte Wahl für Sie. Der Fluss entspring am Hang des imposanten Berges Jeschken in 654 m ü. M. und fließt in westlicher Richtung, um bei Kilometer 95 in Děčín in die Elbe zu münden. Das Flussbett liegt in einem Tal, mit Ausnahme des oberen und mittleren Laufs, die in offener Landschaft  Lausitzer Gebirge mäandrieren. Ab Mimoň fließt die Ploučnice durch den ehemaligen Militärübungsplatz, tritt stellenweise über die Ufer und verschmilzt mit dem Pflanzenbewuchs am Ufer. Im unteren Lauf ab Žandov verschmälert sich das Flussbett und gräbt sich tief ins Gelände. Die ersten Stromschnellen und unpassierbare Wehre sind zu sehen. Diese sind am Oberlauf selten und am Beginn des Unterlaufs nur selten passierbar. Erst die letzten Wehre vor Děčín können bei optimalem Wasserstand befahren werden.

Bis vor kurzem lag dieses Juwel unter den tschechischen Flüssen im ehemaligen Militärsperrgebiet Ralsko verborgen, weshalb der Fluss von Menschenhand unberührt blieb. Seien Sie gewappnet für totale Wildnis, wo Pflanzen und Tiere in der Mehrzahl sind und wo Sie, außer ein paar anderen Wassersportlern, keiner Menschen Seele begegnen sowie keine Vorräte kaufen können, sondern sich nur auf sich selbst verlassen müssen. Zu den Highlights auf der Ploučnice gehört das Passieren einer schmalen Stelle zwischen steilen Sandsteinfelsen, die einst als Wasserkanal ein Hammerwerk mit Wasser speiste und mit einem langen Tunnel beendet ist, der händisch in den Felsen gehauen wurde. Auf dem Wasserstrom werden Sie durch die ebenfalls händisch gehauene Öffnung im Felsen, die sich den Beinamen Teufels Rachen verdient hat. Dann folgt ein kurzer freier Flug von rund einem halben Meter in einen kleinen Tümpel. Dann folgte eine ziemlich flotte Flussfahrt bis zu dem Abschnitt, wo sich Weiden bis zur Wasserfläche neigen, die Sie in die Welt wasserliebender Pflanzen entführen. Im Fluss liegen immer auch Baumstämme, die umfahren werden müssen. Die Ploučnice windet sich in unzähligen Mäandern, wobei die steilen Ufer das Betreten des Festlandes unmöglich machen. Hier prüfen Sie Ihre Technik, Geschicklichkeit und körperliche Kondition. Zu den weiteren Pluspunkten der Ploučnice gehört, dass der Fluss bis nach Benešov nad Ploučnicí ganzjährig befahrbar ist. Das Quellgebiet gilt als eines der wasserreichsten in Mitteleuropa, weshalb der Wasserstand immer ausreichend ist. 

Die beliebtesten Abschnitte bei Wassersportlern
Stráž pod Ralskem - Mimoň: 10 km, Schwierigkeitsgrad: ZWC, Strecke: Durchbruch der Ploučnice, vorbei an Wiesen, bei Mimoň durch Wald. Minimum 35 cm (laut Pegel in Stráž pod Ralskem) 

Mimoň - Brenná: 25 km, Schwierigkeitsgrad: ZWC+, Wiesen, Auwälder, Mäander, stellenweise Baumstämme im Flussbett. Minimum 20 cm in Mimoň. 

Brenná - Česká Lípa: 14,5 km, Schwierigkeitsgrad: ZWC+, min. 12 cm in Česká Lípa 

Brenná - Malá Veleň: 28 km, Schwierigkeitsgrad: ZWC+, min. 85 cm laut Pegel in Benešov nad Ploučnicí 

Malá Veleň - Děčín (Zusammenfluss mit Elbe): 8 km, Schwierigkeitsgrad: WW I