Bergparadies in der Mährischen Walachei!

Bergparadies in der Mährischen Walachei!

Bergparadies in der Umgebung von Nový Hrozenkov, Karolinka und Velké Karlovice

Wenn Sie in der Gemeinde Ústí, unweit von Vsetín, in das Flusstal der Vsetínská Bečva abbiegen, werden Sie nach nur ein paar hundert Metern Fahrt durch das Tal feststellen, dass Sie in einer anderen Welt angekommen sind. Und dabei ist es egal, ob Sie mit dem Auto auf der Straße oder auf dem Fahrrad auf dem Königsweg unter den mährischen Radwegen – dem Radweg Bečva – anreisen. An beiden Ufern erheben sich die Hänge der walachischen Berge – der Beskiden rund um Vsetín am rechten und des Javorník-Gebirges am linken Ufer. Die Naturlandschaft wird von Schaf-, Ziegen-, Rinder- und Pferdeherden sowie Dörfern untermalt, die wie Perlen auf dem Fluss aufgefädelt zu sein scheinen.
Durch die hiesige Landschaft führen Hunderte Kilometer an Wanderwegen und Radwegen unterschiedlicher Längen und Schwierigkeitsgrade. In jeder Gemeinde finden Sie ein Touristeninformationszentrum, wo Sie Karten kaufen können und Tipps sowie freundliche Empfehlungen erhalten.

Nový Hrozenkov

Mit der Erkundungstour durch diesen Teil der Walachei beginnen wir in Nový Hrozenkov. An einem Ende der Gemeinde erreichen wir das Tal Vranča, durch welches wir zum Kamm des Javorník-Gebirges hinaufsteigen, der den Großteil die tschechisch-slowakische Grenze bildet. Das Tal endet unterhalb der Erhebungen Stolečný (962 m ü. M.) und Kohútka (913 m ü. M.). Der zweitgenannte gab auch dem hiesigen Skigebiet mit Berghotels und Berghütten seinen Namen. Von Kohútka aus lässt sich der Bergkamm des Javorník-Gebirges am besten entdecken. Der Abschnitt zwischen den Skigebieten Kohútka und dem Kasárna misst 13 km. Zwischen Wäldern und Bergwiesen eröffnen sich Ausblicke nicht nur auf das Beskiden-Bergmassiv, sondern auch auf die Berge in der Slowakei. Ein Besuch ist ganzjährig empfehlenswert – im Winter mit Langlaufskiern, im Sommer oder im Herbst am besten zu Fuß oder auf einem Mountainbike. Am östlichen Rand von Nový Hrozenkov wird Ihnen sofort die große Wasserfläche ins Auge stechen, die von den Einwohnern als „Balaton der Walachei“ bezeichnet wird. Klares Wasser, das im Sommer angenehme Badetemperaturen erreicht, Wiesen zum Sonnenbaden, Verpflegung, Kiosks, Parkplätze und Sanitäranlagen für Besucher machen aus dem Balaton ein beliebtes Ausflugsziel, das außerdem direkt am Radweg Bečva liegt.

Karolinka

In Sichtweite von Nový Hrozenkov liegt die Kleinstadt Karolinka, deren Geschichte eng mit dem Unternehmer Salomon Reich verbunden ist. Dieser gründete im 19. Jahrhunderte die Glashütte Karolinka, die der Kleinstadt ihren Namen gab. An die Tradition der Glasherstellung erinnert heute leider nur noch das aufgelassene Firmengelände und das darauf errichtete Museum der Glasherstellung. In Karolinka finden Sie neben dem Walachischen Nationaltheater auch die moderne Kirche Maria vom Berge Karmel mit der hölzernen Madonna vom Berge Karmel, die dank ihrer Größe den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde schaffte. Obwohl Karolinka eine relativ junge Stadt ist, finden Sie im Tal Raťkov ein weitläufiges Ensemble aus denkmalgeschützten Gebäuden der Volksarchitektur aus dem 18. Jahrhundert.

Velké Karlovice

Das Tal des oberen Flusslaufs der Vsetínská Bečva schließt die Gemeinde Velké Karlovice mit bemerkenswerten Natursehenswürdigkeiten, Denkmälern, erhaltener Volksarchitektur und umfassendem Tourismusangebot ab. Hier steht auch die Kirche Maria Schnee, ein einmaliges Bauwerk ausschließlich aus Holz, mit dem Grundriss in Form eines Kreuzes mit gleich langen Armen.
Unweit der Kirche finden Sie das Museum und den Bahnhof Velké Karlovice. Das Tal wird im Winter zum Skifahren und im Sommer als Bike-Arena genutzt und bietet beliebte Hotels, Pensionen, Berghütten, Restaurants, Freizeit- sowie Sporteinrichtungen, ein Areal mit Holzstatuen an der Hubertuskapelle und den Fittnesspfad Elingerka. Auf der gegenüberliegenden Seite, in Richtung Soláň, können Sie das Flusstal der Jezerná bis zum See Karlovské jezero entdecken. Ab dem Bahnhof ist der Weg markiert, wobei der 4 km langen Abschnitt bequem und sicher auf dem Radweg und auf Nebenstraßen führt – ein idealer Tipp für Familien mit Kinderwagen. Durch das Tal führt ein Radweg auf den Gebirgskamm der Beskiden rund um Vsetín und zum 24 Meter hohen Aussichtsturm Miloňová, von wo aus Sie Velké Karlovice aus der Vogelperspektive erblicken. Unterwegs können Sie einen Abstecher in den Razula-Urwald machen, eines der ältesten Naturreservate der Tschechischen Republik mit bis zu 300 Jahre alten Bäumen. Weiter finden Sie hier markierte Spazierwege und die Einstiegsstelle für den Bečva-Radweg. Im Winter werden Sie auf viele Skifahrer, im Sommer auf Radfahrer und Wanderer treffen. Auf Kinder warten mehrere Spielplätze und der Käuzchen-Lehrpfad (Kulíškova naučná stezka), auf passionierte Fotografen ein Foto-Lehrpfad mit Tipps für die schönsten Bilder und wer gerne bäckt, der kann die großen walachischen Golatschen namens „frgál“ mal ausprobieren. Alljährlich im Herbst findet in diesem Teil von Velké Karlovice das berühmte Gastrofestival statt. Die Gemeinde ist auch für die Vielzahl an kleineren Sakralbauten bekannt – hier werden insgesamt achtundzwanzig Kapellen, Wegekreuze und Glockentürme gezählt.

Walachischer Olymp

Als Walachischer Olymp wird der Soláň – der Berg der Maler und Künstler – bezeichnet, der am Bergkamm der hiesigen Beskiden an der Grenze dreier Katastralgemeinden – Hutisko-Solance, Karolinka und Velké Karlovice liegt. Die Naturlandschaft am und rund um den Berg hat unzählige Künstler inspiriert. Heute bildet der Glockenturm Soláň mit Touristeninformationszentrum und Galerie das informelle Zentrum dieser Region. Besucher finden hier eine Kreuzung von Wanderwegen, einen Ort mit malerischem Ausblick in die Landschaft sowie Unterkünfte, Verpflegung, Erholungs- und Sportmöglichkeiten.