Weihnachten schon im November – zumindest für Liebhaber traditioneller Märkte

Weihnachten schon im November – zumindest für Liebhaber traditioneller Märkte

Am Wochenende beginnen in Tschechien die Weihnachtsmärkte. Das traditionelle Ereignis bringt auch Neuheiten. Sie brauchen aber keine Befürchtungen zu haben, der Glühwein wird ebenso gut wie früher sein.

Die tschechischen Städte machen sich im November und Dezember besonders fein. Ob es sich nun um Prag, Český Krumlov oder Olomouc handelt, sie schmücken ihre Zentren mit Weihnachtsdekorationen, und auf den Marktplätzen sind kleine Stände aufgebaut, von denen sich der Duft von saftigem gebratenem Schinken, wärmendem Glühwein und knusprigem Knüppelkuchen in Zimtzucker (tschechisch Trdelník) ausbreitet. Die Weihnachtsmärkte in Tschechien besuchen Touristen und Einheimische, für die es eins der beliebtesten Events des ganzen Jahres ist.

Tradition und Neuheiten in Prag

Die Prager Weihnachtsmärkte  gehören zu den größten und nicht nur nach unserer Meinung auch zu den schönsten in Europa. Einzigartig ist die Atmosphäre auf dem historischen Altstädter Ring. Die Gelegenheit, sich über offenem Feuer gebratenen Schinken gleich neben mittelalterlichen Gebäuden schmecken zu lassen, hat man nicht gleich woanders. Auf dem Altstädter Ring steht auch jedes Jahr ein repräsentativer Weihnachtsbaum. In diesem Jahr erstrahlen seine Lichter am Abend des 28. November, wenn der Markt offiziell beginnt. Er wird auf dem ältesten Marktplatz Prags bis zum 3. Januar dauern, sodass Sie sich auch nach den Feiertagen noch dorthin begeben können. Es wird ein großes Begleitprogramm vorbereitet, und  für die Kinder wird es eine Werkstatt alter Handwerke geben, wo sie zum Beispiel eigene Weihnachtsgrüße anfertigen können.

Beliebt ist auch der Markt auf dem Wenzelsplatz, dem größten Platz in Tschechien. Auf dem Karlsplatz bekommen Sie alles, was man sich auf einem Weihnachtsmarkt wünschen kann. Geröstete Kastanien, Punsch und auch Weihnachtsschmuck. Eine Neuheit werden aber die Weihnachtsmärkte auf der Prager Burg sein. Die Organisatoren versprechen, dass es im größten Burgkomplex auf der Welt so stimmungsvoll wie noch nie sein wird. Auch dort beginnen die Märkte am 28. November und dauern bis zum 3. Januar. Die Stände werden jeden Tag von früh bis neun Uhr abends geöffnet sein.

Weihnachtliche Atmosphäre in Český Krumlov und Olomouc

Anheimelnd wird es auch in Český Krumlov (Krumau) im Süden Tschechiens sein. Das in der Kulturerbe-Liste der UNESCO eingetragene Städtchen lässt nichts auf seine stimmungsvollen Weihnachtsmärkte kommen und bereitet sich lange im Voraus darauf vor. Das wäre möglicherweise noch nicht einmal so notwendig, da die weißen Dächer der malerischen Häuschen an den Ufern der teilweise zugefrorenen Moldau und das majestätische Schloss auf verschneitem Hügel schon von selbst für  weihnachtliche Atmosphäre sorgen. Nur warum sollte man sich nicht ein Gläschen warmen Honigweins, der hier Medovina heißt, genehmigen, wenn der Frost in die Nase beißt?

Weihnachtsmärkte bereitet traditionell auch das historische Olomouc (Olmütz) im mittleren Mähren vor und meldet sich stolz als einer der Konkurrenten ähnlicher Aktionen in Salzburg oder Wien an. Es lockt die Besucher beispielsweise auf die Eisbahn, auf der die ganze Familie bis Ende Februar Schlittschuh laufen kann, und zwar ganz kostenlos. Dazu bereiten die Organisatoren auch Theater-und Musikaufführungen sowie eine geschnitzte Krippenszene vor. Dazu noch extra eine Olmützer Spezialität: über zehn Sorten Punsch.