Auf den Spuren des Komponisten Bedřich Smetana

Auf den Spuren des Komponisten Bedřich Smetana

Entdecken Sie zusammen mit uns einen der bekanntesten tschechischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, der dieses Jahr seinen 195. Geburtstag feiern würde!

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Bedřich Smetana gehört zu den international bekanntesten tschechischen Komponisten, dessen Werke bis heute auf der ganzen Welt, von London, über Tokio bis Buenos Aires, aufgeführt werden. Er wurde 1824 geboren und ist genau 60 Jahre später verstorben, weshalb wir dieses Jahr dem 195. Jahrestag seiner Geburt und seinem 135. Todestag gedenken. Wie verbrachte er sein Leben? Und welche Orte in der Tschechischen Republik sind mit seiner Lebensgeschichte verbunden?

Wer war Bedřich Smetana?

Der künftige Komponist wurde am 2. März 1824 in der ostböhmischen Stadt Litomyšl geboren. Und zwar fast in einem Schloss, da sein Vater als Bierbrauer im Dienste von Adeligen arbeitete und zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern eine zum Schloss gehörende Wohnung bewohnte. Dieses Schloss wird heute als Paradebeispiel für Renaissance-Architektur von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt. Sollten Sie eine Reise in die Stadt Litomyšl planen, dann besuchen Sie nicht nur das Schloss, sondern auch die Geburtswohnung von Bedřich Smetana, denn es lohnt sich.

Die Eltern entdeckten früh das musikalische Talent des kleinen Bedřich und entschieden sich, ihn zu fördern. Noch bevor er die Schulbank drückte, spielte er Geige und mit acht Jahren schrieb er die ersten Kompositionen. Später ging er nach Prag, um Musik zu studieren, wo er sich dann auch niederließ und eine Musikschule eröffnete. 1856 verließ er die Heimat und ging nach Göteborg (Schweden), um Musik zu unterrichten, als Klaviervirtuose aufzutreten und zu komponieren. Später kehrte er jedoch endgültig nach Prag zurück, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte. Die letzten zehn Jahre seines Lebens war er taub, doch auch das hinderte ihn nicht am Komponieren von Orchesterwerken, Kammermusik und Opern (wie beispielsweise Das Geheimnis, Der Kuss, Die Teufelswand sowie der Klavierzyklus Böhmische Tänze). Seinen Lebensabend verbrachte er bei seiner Tochter im Forsthaus in der nördlich von Prag sowie in der Nähe von Mladá Boleslav gelegenen Gemeinde Jabkenice. Heute ist im Forsthaus ein Museum untergebracht, das den Besuchern sein Arbeitszimmer und weitere interessante Fakten aus seinem Leben vorstellt. Bedřich Smetana wurde in Prag, auf dem Friedhof auf der Burganlage Vyšehrad begraben, wo die größten Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte – Komponisten, Schriftsteller und weitere Künstler – ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Obwohl nicht alle seine Werke begeistert aufgenommen wurden, etablierte sich Bedřich Smetana noch zu Lebzeiten als bekannter Vertreter tschechischer Nationalmusik und tschechischer Kultur. Zu seinen berühmtesten Werken, die weltweit in Konzertsälen und auf Bühnen aufgeführt werden, gehören die Oper „Die verkaufte Braut“ und der sechsteilige Zyklus sinfonischer Dichtungen „Mein Vaterland“. In Prag erinnert das Bedřich-Smetana-Museum unweit der Karlsbrücke an sein Leben. Es präsentiert interessante Fakten zu seinem Schicksal, seinen Erfolgen und Misserfolgen sowie seine berühmtesten Werke.

Musikfestival Smetanas Litomyšl (Smetanova Litomyšl)

Die größte musikalische Hommage an Smetanas Leben und Schaffen ist jedoch das Festival Smetanas Litomyšl, das größte und älteste Musikfestivals der Tschechischen Republik, das in Litomyšl dieses Jahr vom 13. Juni bis 7. Juli stattfinden wird. Die Veranstalter haben für die Besucher Opernaufführungen, Galakonzerte, Kantaten und Liederabende vorbereitet. Das Festivalprogramm ist besonders abwechslungsreich und Sie können sich auch auf ein Familienprogramm sowie Erlebnisabende freuen. Der Event findet im Schloss Litomyšl, in der unweit gelegenen Kreuzerhöhungskirche, in den Klostergärten direkt hinter der Kirche und im außerhalb der Stadt gelegenen Schloss Nové Hrady statt.

Litomyšl – 20 Jahre UNESCO-Welterbestätte

Die Reise nach Litomyšl werden Sie bestimmt nicht bereuen, denn es handelt sich um eine malerische Kleinstadt, eingebettet in der wunderschönen Landschaft Ostböhmens mit intakter Natur. Die Stadt befand sich seit jeher im Grenzgebiet zwischen Böhmen und Mähren, den beiden historischen Ländern der heutigen Tschechischen Republik. Dank den unentwegten Bemühungen zahlreicher Institutionen und Privatbesitzer wurde die Schlossanhöhe samt dem Schloss, das dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum als UNESCO-Weltkulturerbe feiert, aufwendig saniert. Dem Anlass entsprechend stehen Dutzende von Veranstaltungen auf dem Programm, wobei der Höhepunkt der Feierlichkeiten dann im Zuge der tschechischen Version der Europäischen Tage des Kulturerbes am zweiten Septemberwochenende stattfinden wird. Bei diesem Event können Sie sich in Litomyšl auch auf das Italienfest freuen, das den Architekturstil der italienischen Renaissance feiert, in welchem das hiesige Schloss errichtet wurde.